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Für ein Drittel der Versicherten steigen die Beiträge

Für ein Drittel der Versicherten steigen die Beiträge

04.11.2015

Mit Abschluss der Haushaltsberatungen der Kassen werden zum Jahreswechsel mindestens 24 Millionen der 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten eine Ankündigung höherer Zusatzbeiträge erhalten, berichtet das Handelsblatt (Dienstag). Nach Recherchen der Zeitung fällt die Anhebung bei einigen Kassen "sehr deutlich" aus. Bei den Ersatzkassen seien z. B. die DAK, Barmer GEK und KKH betroffen. Aus dem Lager der Ortskrankenkassen wurden die AOK Rheinland/Hamburg und die AOK Hessen genannt, aus dem Lager der Betriebskrankenkassen die Deutsche BKK, die Novitas BKK und die Viactiv (zuvor: BKK vor Ort).

Beitragsbelastung in der GKV bei 15,7 Prozent

Am vergangenen Freitag hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für 2016 auf 1,1 Prozent und damit um 0,2 Punkte höher als 2015 festgelegt (vgl. "Links zum Thema"). Der Zusatzbeitrag wird alleine von den Mitglieder getragen und addiert sich zum allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent (ermäßigt: 14,0 Prozent). Insgesamt beträgt die Beitragslast für gesetzlich Versicherte damit im Jahr 2016 durchschnittlich 15,7 Prozent. Abhängig von den individuellen Rücklagen und Reserven legt dabei jede Kasse ihren eigenen Zusatzbeitragssatz fest. Die Haushaltsberatungen hierzu laufen zum Teil jedoch bis weit in den Dezember hinein. Erst zum Jahreswechsel werden damit die neuen Zusatzbeitragssätze in Gänze und verbindlich vorliegen.

Erste Kassen versprechen Beitragsstabilität

Bereits im Vorfeld entsprechender Beratungen haben mindestens zwei Kassen stabile Zusatzbeitragssätze angekündigt. Für die AOK Nordost erklärte am Freitag deren Vorstandsvorsitzender Frank Michalak: "Wir werden unseren stabilen Finanzkurs beibehalten und den Beitragssatz für unsere Mitglieder auch im Jahr 2016 konstant bei 15,5 Prozent halten" (vgl. "Links zum Thema"). Ähnlich äußerte sich die AOK Sachsen-Anhalt. Deren Mitglieder der Selbstverwaltung bestätigten im Rahmen einer Klausurtagung am 03.11.2015, dass der Zusatzbeitragssatz auch im Jahr 2016 weiterhin 0,3 Prozent betragen wird.

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