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Pflegereform bringt ambulanten Diensten mehr Geld

Pflegereform bringt ambulanten Diensten mehr Geld

04.12.2015

Das Pflegestärkungsgesetz II enthält als zentrale Neuerung den Pflegebedürftigkeitsbegriff. Vorgesehen ist hier jedoch ein umfassender Bestandsschutz der bisherigen Pflegstufen. Aber was bedeutet das für ambulante Pflegedienste?

Der aktuelle BARMER/GEK-Pflegereport betitelt das PSG II als eine "sehr großzügige Reform", weil im ambulanten Bereich zum Umstellungszeitpunkt mehr als 95 Prozent der dann Leistung Beziehenden besser gestellt werden. Niemand stellt sich schlechter. Auch bei langfristiger Betrachtung gibt es nur wenige Personen, die sich dann im neuen System schlechter stellen werden als im alten.
Großzügig scheint zuzutreffen, denn für vier von fünf Pflegesachleistungsempfänger (79 Prozent) erhöhen sich die monatlichen Leistungen um mindestens 221 Euro und für jeden Vierten (27 Prozent) sogar um 383 Euro oder mehr. Multipliziert mit den Fallzahlen 2014, ergeben sich rechnerische Mehrausgaben in Höhe von 1,265 Milliarden Euro.

In der Wochenzeitung CAREkonkret rechnet der Unternehmensberater der Sozialwirtschaft, Alexander Cito Aufenacker, vor: "Dieser Wert auf 12 754 Pflegediensten heruntergebrochen, ergibt einen statistischen Mittelwert von etwas über 100 000 Euro Mehrerlöse aus Pflegesachleistungen pro Dienst pro Jahr."

Quelle: http://bit.ly/1XMzF3C

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