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Generalistische Pflegeausbildung geht auf die Zielgerade

Generalistische Pflegeausbildung geht auf die Zielgerade

04.12.2015

Die Diskussion um die Zusammenlegung der bisher getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege geht in die nächste Runde. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) haben den Referentenentwurf zum Pflegeberufsgesetz veröffentlicht. 

Über das Arbeitspapier zum Referentenentwurf wurde bereits heftig gestritten. Jetzt ist der Referentenentwurf zum Pflegeberufsgesetz veröffentlicht. Damit ist der Weg frei, um die unterschiedlichen pflegerischen Berufsausbildungen in Deutschland zu einer zusammenzufassen. Aber auch, um weiter über das Für- und Wider zu streiten.

Die Reaktionen der Verbände ließ nicht lange auf sich warten:  "Angesichts des demografischen Wandels dürfen bei der Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung die Spezifika der Altenpflege nicht verloren gehen", betont AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich des nun vorliegenden Referentenentwurfs des Bundesgesundheitsministeriums. Döcker erklärt weiter: "Die fachgerechte Versorgung älterer Menschen muss auch in Zukunft ohne Qualitätsverlust sichergestellt werden."

Die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V., Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer sagt: "Wir haben lange auf diesen Referentenentwurf gewartet. Mit dem heute beginnenden Abstimmungsprozess ist für die professionelle Pflege erkennbar, dass die politische Ebene die Weiterentwicklung der Pflegeberufe unterstützt. Und das begrüßen wir ausdrücklich."

Auch Caritas, Diakonie und ihre Fachverbände begrüßen, dass mit der heutigen Veröffentlichung des Referentenentwurfs zu einem Pflegeberufsgesetz endlich der Weg hin zu einer generalistischen Pflegeausbildung gebahnt ist. "Der geplante neue Pflegeberuf ist die richtige Antwort auf die veränderten Anforderungen, die sich durch die demographischen Veränderungen für das Gesundheitssystem ergeben. Durch eine kürzere Verweildauer im Krankenhaus müssen immer mehr ältere Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen und durch ambulante Pflegedienste auch medizinisch weiterversorgt werden. Gleichzeitig steigt die Zahl älterer und demenzkranker Patienten in den Krankenhäusern.

Die bisher getrennte Ausbildung in der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege so zusammengefasst und vereinheitlicht werden. Die neue Berufsbezeichnung lautet "Pflegefachfrau" und "Pflegefachmann". Das Schulgeld soll laut Entwurf überall abgeschafft werden, stattdessen wird es eine, so der Entwurf, "angemessene" Ausbildungsvergütung geben. 

Quelle: http://bit.ly/1N0oX6G

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